Schleswigsche Gespräche Deutsch-dänische Begegnungen Herbst/Winter 26


Die Veranstaltungen finden im
Vortragssaal der Stadtbücherei,
Flensburg-Galerie statt.
Sie beginnen um 19.00 Uhr.


Mut zur Veränderung

Schloss Gottorf und die Neuerfindung der Landesmuseen

Montag 02.11.26
Dr. Carsten Fleischhauer, Schleswig

Vor einem Jahr wurde Schloss Gottorf für den Besucherverkehr geschlossen. Zwar finden auf der Schlossinsel weiterhin große Sonderausstellungen in der Reithalle statt, und auch die „Galerie der Moderne“ mit Kunst der vergangenen 100 Jahre ist geöffnet – das Schloss selbst jedoch wird bis 2029 grundlegend umgebaut und modernisiert. Den Schleswig-Holsteinischen Landesmuseen steht damit eine tiefgreifende Veränderung bevor.
Der Vortrag blickt zurück auf die Geschichte der Landesmuseen – von ihren Anfängen in Kiel über den Umzug nach Schleswig nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Gründung  der Stiftung Landesmuseen. Gleichzeitig richtet sich der Blick nach vorn: Bereits seit 2012 arbeiten die Landesmuseen im Rahmen eines „Masterplans“ an einem neuen, zeitgemäßen Museumserlebnis auf Schloss Gottorf. Nun nimmt diese umfassende Transformation konkrete Gestalt an. Vorgestellt wird die neue Konzeption des Schlosses, in der künftig die Geschichte Schleswig-Holsteins von der Steinzeit bis ins 20. Jahrhundert unter einem Dach erzählt werden soll. Der Vortrag gibt Einblicke in die Ideen, Herausforderungen und Perspektiven einer der größten musealen Veränderungen in der Geschichte der Landesmuseen.


Hoher Besuch im Norden

Kaiser und Könige zu Gast in Schleswig-Holstein

Montag 30.11.26
Prof. Dr. Oliver Auge, Kiel

Dänische Könige waren in früheren Zeiten als Herzöge von Schleswig und Holstein häufig in den Herzogtümern unterwegs, und bis heute verbringt das dänische Königshaus einen entspannten Sommerurlaub im nordschleswigschen Gravenstein und schaut auch gelegentlich in Schleswig-Holstein vorbei. Ein so volksnahes Auftreten wie heute kannte das Mittelalter nicht. Aber auch sonst zeigten sich die Oberhäupter des Heiligen Römischen Reiches nur selten oder gar nicht nördlich der Elbe. Das änderte sich erst im Deutschen Kaiserreich ab 1871. Der Vortag gewährt einen reich bebilderten Überblick über die unsere Region betreffende Besuchs- und Reisegeschichte der Könige und Kaiser.