Inhaltsverzeichnis
- Tages Kultouren
- Halbtages Kultouren
- Mehrtages Kultouren
- Abendvorträge
- Sophiesminder Nachmittage
- Musische Nachmittage im Kloster
- Schleswigsche Gespräche
Tages Kultouren
Eutin – Residenzstadt der Fürstbischöfe
von Lübeck Schlösser und Seen in der
Holsteinischen Schweiz
In Fortsetzung unserer Exkursionen in den Raum
um Plön und Lütjenburg wollen wir in diesem
Spätsommer die Residenzstadt Eutin und ihr
landschaftlich äußerst reizvolles Umland in den
Blick nehmen. Die Eutiner Residenzanlage mit
dem fürstbischöflichen Schloss selbst sowie mit
den am Schlossplatz liegenden Gebäuden, die St.
Michaeliskirche, das Witwenpalais am Markt und
das St. Georgs-Hospital in der Stolbergstraße bieten
geeignete Ansatzpunkte, zur Auseinandersetzung mit
der reichen Kultur und Geschichte des Ortes und
seiner Bewohner. Dass all dies mit Johann Heinrich
Voß und Katharina II. der Großen in überregionale
Zusammenhänge eingebunden ist, liegt auf der
Hand. Nach dem Mittagessen im Eutiner Brauhaus
werden wir das kleine Jagdschlösschen am Ukleisee
besuchen und dann von Malente aus mit der „Fünf-
Seen-Fahrt“ nach Plön fahren, bevor es wieder
zurück nach Flensburg geht.
Fahrt an die dänische Westküste:
Mögeltondern, Röm und Ribe
Über den malerischen Ort Mögeltondern fahren
wir auf die Insel Röm und besuchen dort die
Kirche und den Kommandeurshof. Von dort aus
fahren wir weiter zur ältesten Stadt Dänemarks
nach Ribe, wo wir uns bei einem Stadtrundgang
mit der Geschichte Ribes vertraut machen. In Ribe
gibt es die Möglichkeit, individuell einzukehren,
ein gemeinsames Abendessen ist in Süderlügum
geplant.
Besuch des Noldemuseums und eines
Orgelkonzerts in Langenhorn
Jedes Jahr erwartet den Besucher eine neue
und jedes Mal interessante Ausstellung im
Noldemuseum in Seebüll. In guter Tradition wollen
wir auch in diesem Sommer die Ausstellung
besuchen und anschließend nach einem frühen
Abendessen ein Orgelkonzert des „Langenhorner
Orgelsommers“ zu hören.
Land an der Westküste – Dithmarschen
Dithmarschen bietet historisch und wirtschaftliche
interessante Aspekte. Bedeutsam ist die Bökelnburg,
eine frühmittelalterliche Ringwallanlage, aber auch
die jüngere Geschichte hat in der Neulandhalle
im ehemaligen Adolf-Hitler-Koog, dem heutigen
Dieksander-Koog, ihre Spuren hinterlassen.
Wirtschaftlich sind die Erdölförderung vor der
Küste und die Raffinerie in Hemmingstedt von
Bedeutung, einer Bedeutung, die immer mehr von
moderner Energiegewinnung durch Windkraft und
Solarstrom abgelöst wird. Zum Mittagessen kehren
wir im Gasthof Gardels in St. Michaelisdonn und
Gelegenheit zum Kaffeetrinken an der Schleuse in
Brunsbüttel ein.
Hamburger Kammeroper
Zu den seit Jahren beliebten Fahrten der Deutschen
Kulturgesellschaft Flensburg zählt die Fahrt zur
Hamburger Kammeroper, die immer mit einem
Opernmenü inkl. Getränken verbunden ist. Mit viel
Phantasie und hervorragenden jungen Sängerinnen
und Sängern wird die große Opernliteratur für die
kleine Bühne bearbeitet.
Das Opernerlebnis wird jeweils mit einem
Besichtigungsprogramm am Nachmittag verbunden.
Dieses Mal besuchen wir nach mehr als einem
Jahrzehnt und einem Umbau im Jahre 2016 das
Auswanderermuseum Ballinstadt in Hamburg
Veddel. Nach einem Einführungsvortrag erfolgt
die Besichtigung individuell und es besteht die
Gelegenheit, Kaffee zu trinken.
Halbtages Kultouren
Fahrt nach Broacker
Die sommerliche Halbtagesfahrt führt auf die
nördliche Seite der Flensburger Förde. Der
Kirchturm von Broacker spielte als preußischer
Beobachtungsposten eine wichtige Rolle bei
der Belagerung der Düppeler Schanzen 1864.
Wir besuchen die Kirche und den Friedhof mit
dem Grab des preußischen Kriegshelden Karl
Klinke sowie weitere Soldatengräber und den
Gedenkhügel für die dänischen Toten des Ersten
Weltkrieges. Zum Kaffeetrinken kehren wir im
“Gamle Krog“ ein und fahren danach weiter zum
Schlosspark Gravenstein und dem Küchengarten.
Die Kupfermühle Flensburg
Den Meisten dürfte die ehemalige Kupfermühle
nur als Bezeichnung des Ortsteils bekannt
sein. Aber vor über 400 Jahren wurde dort
ein wasserradbetriebenes Hammerwerk zur
Verarbeitung von Metallen aufgebaut, dass das
Herzstück eines wachsenden frühindustriellen
Betriebes wurde, neben dem eine der ältesten
Arbeitersiedlungen Nordeuropas entstand. In den
historischen Hallen des Kupfer- und Messingwerkes
wird seit Juli 2014 die regionale Industriegeschichte
neu präsentiert.
Es bietet sich an, diese Halbtageskultur von
Flensburg aus mit eigenem Wagen (bitte bilden
Sie Fahrgemeinschaften) oder der Buslinie 1 bis
Abzweig Kupfermühle oder Kupfermühle/Grenze
mit kurzem Fußweg (Abfahrt ZOB 13.45 Uhr) zu
organisieren. Ein kleiner Spaziergang bergauf führt
uns dann zum Hotel an der Grenze, wo wie uns bei
einem gemeinsamen Kaffeetrinken stärken.
Neues in und um Flensburg
Das Immobiliengeschäft ist in den vergangenen
Jahren mit unvorstellbarem Wachstum und
Kosten verbunden gewesen. Dieses trifft auch
für die kreisfreie Stadt Flensburg und die
Umlandgemeinden zu. Die Nachfrage nach
Bauflächen für Wohnungen und Gewerbe hält an.
Die Veränderungen in der Stadt und im Umland
sind erheblich.
Im Rahmen einer Fahrt durch unsere Fördestadt und
dieses Jahr in den östlichen Randbereich wollen wir
uns vom Bus aus ein Bild erarbeiten.
Spaziergänge sind nicht vorgesehen.
Eine Mittagspause ist eingeplant.
Mehrtages Kultouren
Schwerin – Landeshauptstadt im
Herzen Mecklenburgs
Im Mittelpunkt der KulTour nach Schwerin stehen
zwei musikalische Aufführungen, selbstverständlich
aber auch ein Stadtrundgang und der Besuch im
Schweriner Schloss.
Das erste Highlight wird eine Fahrt in den
wunderschönen kleinen Ort Sternberg sein, wo
wir in der Kirche zu Sternberg ein Konzert der
King-Singers im Rahmen des Mecklenburgischen
Musikfestivals erleben werden.
Der folgende Tag führt uns nach Ludwigslust,
dort steht die Besichtigung des Schlosses auf dem
Programm. Nach unserer Rückkehr nach Schwerin
folgt eine Bootsfahrt auf dem Schweriner See. Nach
dem Abendessen besuchen wir die Schlossfestspiele
und sehen das Musical „Little Miss Sunshine“,
da es sich um eine Open-Air-Vorstellung handelt
empfiehlt es sich, wärmer Kleidung dabei zu haben.
Entdeckungen östlich von Berlin
Was kennt man gemeinhin von Berlin und seiner
Umgebung? Den Westen Berlins mit Schöneberg,
Charlottenburg und dem Grunewald sowie
Berlin Mitte mit Friedrichstraße, Staatsoper und
Alexanderplatz.
Diese KulTour führt uns aber deutlich weiter
nach Osten. Wir schlagen unser Quartier in
Köpenick auf, der Stadt, die durch den Schuster
Wilhelm Voigt, dem „Hauptmann von Köpenick“
Berühmtheit erlangt hat, und erkunden von dort aus
die Stadt Köpenick, den Bezirk Treptow und den
Müggelsee.
Eine Tagesfahrt führt in Richtung Spreewald, wo
wir zunächst das Museumsdorf Baruther Glashütte
besuchen und anschließend von Lübenau aus eine
Bootsfahrt durch den Spreewald unternehmen.
Abends erfahren wir in einem Theaterstück „Wie
ich der Hauptmann von Köpenick wurde“.
Eine zweite Tagesfahrt führt zunächst zur
Gedenkstätte Seelower Höhen und danach zum
beeindruckenden Schiffshebewerk Niederfinow.
Von dort fahren wir weiter zur Klosterruine
Chorin, wo wir in der Klosterschänke zu Abend
essen werden.
Am Abreisetag machen wir noch einen Abstecher
zum Gerhard-Hauptmann-Museum in Erkner,
bevor es auf die Rückfahrt nach Flensburg geht.
Abendvorträge
Der Flensburger Künstler Melchior Lorck.
Im 16. Jahrhundert faszinieren neue Bilder
des Orients das gelehrte Europa
Prof. Dr. Detlev Kraack, Plön
Im 16. Jahrhundert war Flensburg eine der bedeutendsten Handelsstädte des westlichen Ostseeraums. Unter den zahlreichen gelehrten Köpfen,
die diese Stadt während dieser Zeit hervorgebracht
hat, verdient der Künstler Melchior Lorck (um 1527
– nach 1594) besondere Beachtung. Nach Lehrund Wanderjahren, die ihn dank eines Reisestipendiums des dänischen Königs bis nach Italien führten, nahm er in den 1550er Jahren an einer habsburgischen Gesandtschaftsreise ins Osmanische
Reich teil. Die in diesem Zusammenhang gewonnenen Eindrücke haben ihn zu beeindruckenden
Bilderzyklen inspiriert. Darauf basierende Serien
von Kupferstichen vermittelten dem gelehrten Europa eine neue Sicht auf den Orient. Ein bis heute in
der Universitätsbibliothek Leiden verwahrtes monumentales Panorama Konstantinopels ist Zeugnis eines beeindruckenden künstlerischen Schaffens. Der
Vortrag zielt darauf ab, Leben und Wirken Melchior
Lorcks vor dem Hintergrund seiner Zeit vorzustellen.
Tee aus Indien
Prof. Dr. Martin Krieger, Kiel
Tee aus Indien zählt heute zu den beliebtesten Getränken weltweit. Doch das war nicht immer so: Bis
vor zweihundert Jahren stammte der Tee, der in den
Tassen der Europäer dampfte, ausschließlich aus
China. Wie gelangte die Teepflanze überhaupt nach
Indien? Was hat der Däne Nathaniel Wallich mit
dem Teeanbau in Assam zu tun? Welche Bedeutung
besitzt das Getränk heute zwischen Ostfriesland
und der Ostseeküste? Diesen Fragen wird in dem
Vortrag nachgegangen.
Umweltgeschichte Deutschlands, Teil II. Von 1908
bis heute
Prof. Dr. Hans-Rudolf Bork, Kiel
In Zusammenarbeit mit der Schleswig-Holsteinischen
Universitätsgesellschaft
Im letzten Winter haben wir den ersten Teil der Umweltgeschichte
Deutschlands von den Römern bis
1908 von Professor Bork gehört. Dieser Vortrag behandelt
den zweiten Teil der Umweltgeschichte von 1908
bis in die Gegenwart.
Kohle und Erdöl haben erst die Entwicklung der heutigen
Gesellschaft ermöglicht. Sie sind Segen und Fluch
zugleich und belasten die Umwelt in ungeahntem
Ausmaß. Die auf Erdöl und Kunststoffe beruhende exponentielle
Vermehrung des Konsums seit den 1950er
Jahren bedingt eine dramatische Zunahme des Rohstoffverbrauchs
und oftmals vermeidbare, manchmal
skandalöse Belastungen der Menschen in Deutschland
und ihrer Umwelt.
Der Referent weist abschließend Wege in eine dauerhaft
lebenswerte nachhaltige Zukunft.
Die Ehre des Kaufmanns im Spätmittelalter
Prof. Dr. Gerhard Fouquet, Kiel
In Zusammenarbeit mit der Schleswig-Holsteinischen
Universitätsgesellschaft
Die Vorstellungen der Ehre sind sehr kulturbedingt.
Wie wirkt sich „Ehre“ praktisch aus? Anhand eines
Beispiels aus Augsburg wird die Ehrbarkeit eines Kaufmanns,
überhaupt die Ehre der Mitbürger nach den
allgemeinen, aber stets auszuhandelnden Normen
des gemeinen Nutzens beurteilt. „Ehrbar“ war nur der
Kaufmann, der in der Praxis des Kaufens und Verkaufens
den Eigennutz nicht über das Wohlergehen der
städtischen Gemeinschaft stellte. Kaufleute mit diesem
Ethos waren eine besondere Ausnahmeerscheinung.
Schließlich sind schrankenlose Gier und rastloser Erwerbssinn
nicht erst Erscheinungen unserer Zeit.
Von den Ängsten der Menschen zur Gefahr für die
Gesellschaft
Ein Blick auf die Risikobewertung von
Versicherungsunternehmen
Prof. Dr. Mathias Vetter, Kiel
In Zusammenarbeit mit der Schleswig-Holsteinischen
Universitätsgesellschaft
Die Menschen in Deutschland scheuen Risiken. Es gibt
Versicherungen für ziemlich alles, mit denen individuelle
Risiken gegen Gebühr kollektiviert werden. Wie
das funktioniert und was dabei, etwa mit Blick auf die
letzte Finanzkrise, schiefgehen kann, beleuchtet dieser
Vortrag.
Wem gehört(e) die Himmelsscheibe von Nebra?
Dr. Bernd Zich, Flensburg
1999 im letzten Jahr des vergangenen Jahrhunderts
wurde sie gefunden, und sie wurde zum Jahrhundert-,
wenn nicht sogar zum Jahrtausendfund: die sog. Himmelsscheibe
von Nebra!
Seit 2013 steht sie als älteste konkrete Darstellung kosmischer
Phänomene im Range eines UNESCO-Welterbes.
Sie gilt mittlerweile als Objekt der frühbronzezeitlichen
Aunjetitzer Kultur (2200 – 1550 v. Chr.)
Mitteleuropas. Angesichts der Komplexität des mit
der Himmelsscheibe dargebotenen astronomischen
Wissens und der weiteren Objekte aus dem Nebraer
Hortfund – hochwertige Schwerter, Beile, Meißel und
Armschmuck – wird es möglich, sie mit einem konkreten,
elitären Personenkreis in Verbindung zu bringen.
Jüngste und aktuelle Funde aus Sachsen-Anhalt
gewähren zudem neue und bislang nicht für möglich
gehaltene Einblicke in die frühen Jahrhunderte des
Jahrtausends v. Chr., die heute völlig zurecht eine
Hochphase der Kulturentwicklung im Herzen Europas
und auf deutschem Boden darstellen.
Sophiesminder Nachmittage
Einstimmung in die Adventszeit – Vorfreude auf
Weihnachten
Jens Peter Müller und Gudrun Gießler-Petersen
Der Musiker Jens Peter Müller wird seine Violine
und Gitarre mitbringen und uns auf die beginnende
Adventszeit einstimmen und zum gemeinsamen
Singen einladen. Dazu werden fröhliche, besinnliche
und ernste Texte vorgetragen. Die Adventszeit
zu begehen ist eine Tradition, mit der wir alle groß
geworden sind und mit der wir viele schöne und
auch ernste Erinnerungen verbinden. Wir kommen
ins Gespräch und erzählen von persönlichen Bräuchen
und Begebenheiten in dieser besonderen Zeit.
Unbekanntes Pakistan. Ein HNO-Arzt berichtet
über Politik, Menschen und seine Arbeit.
Dr. Henning Rasche, Flensburg
Mehrfach hat Dr. Rasche Pakistan besucht, um dort
in einem kleinen Team schwerhörige Kinder mit
Hörgeräten zu versorgen und Schulprojekte zu unterstützen.
Trotz des Würgegriffs von Islamisten und korrupten
Politikern, Klimakatastrophen, Armut und apokalyptischer Bevölkerungsexplosion, in dem sich Pakistan
befindet, trifft man auch hier auf viele warmherzige
und engagierte Menschen. Kann man Pakistan nach
diesem Vortrag schon verstehen? Gewiss nicht. Aber
der Vortrag bietet die Möglichkeit, Berichte aus diesem Land aus einem anderen Blickwinkel zu verfolgen.
Hugo Eckener
Dieter Nickel, Flensburg
In einem lebendigen Vortrag bringt uns der Referent
den berühmten Sohn Flensburgs nahe, der vor 100
Jahren mit seinem Zeppelin in einer 80-stündigen
Non-Stopp-Fahrt den Atlantik überquert hat und
Ehrenbürger der Städte New York und Flensburg
wurde. Dieses Jubiläum wird sicherlich gebührend
in der Presse gewürdigt werden und schon jetzt bei
uns begangen.
Barocke Impressionen von Sizilien
Dieter Koppenhagen, Munkbrarup
Begleiten Sie den Vortragenden durch eine uralte
Kulturlandschaft, in der u.a. Phönizier, Griechen,
Römer, Araber, Normannen und Spanier ihre Spuren hinterlassen haben. Die Reiseroute führt von
der Hauptstadt Palermo über Enna, dem strategischen Inselmittelpunkt nach Syrakus, der antiken
Weltstadt. Erleben Sie neben vielen anderen Eindrücken den sizilianischen Barock auf Ausflügen zu
den Sommervillen des palermitanischen Adels, zu
den Barockstädten im Val di Noto und beim Besuch
des ursprünglich antiken Bauwerks der Kathedrale
von Syrakus. Lassen Sie sich von Sizilien überraschen!
Brunnen in Flensburg und die Aufgaben des Verschönerungsvereins
Dr. Thomas Gädeke, Flensburg
Der seit 1880 bestehende Verschönerungsverein Flensburg
e.V. bemüht sich derzeit erfolgreich um die Instandsetzung
der zahlreichen Brunnen in der Stadt.
Fernziel ist, auf dem Südermarkt einen neuen Brunnen
nach Künstlerwettbewerb anzuregen, nachdem der
Brunnen mit Germania und Bismarck 1937 abgebaut
und eingeschmolzen worden war. Die Ansehnlichkeit
des Stadtbilds zu fördern sieht der Verein als seine
Kernaufgabe und ist darüber mit den Verantwortlichen
im Gespräch.
Faszinierendes Kambodscha
Frank Lubowitz, Flensburg
Das Leben der Menschen in Kambodscha ist einerseits
von der großartigen Kultur der Khmer geprägt, die in
den Tempelanlagen von Angkor sichtbar wird. Andererseits
ist aber das zwischen 1970 und 1975 herrschende
Pol-Pot-Regime, die Zeit der „Killing Fields“,
immer noch gegenwärtig. Zwischen diesen Gegensätzen
versucht Kambodscha, sich einer auf Tourismus
beruhenden Zukunft zu öffnen. Wer nach Kambodscha
reist, trifft dabei auf freundliche, offene Menschen,
die mit buddhistischer Gelassenheit ihren oft sehr beschwerlichen
Alltag meistern.
Musische Nachmittage im Kloster
Literaturland Flensburger Förde
Prof. Dr. Matthias Bauer, Flensburg
Zu Lübeck oder Hamburg, zu Husum oder
Kopenhagen fallen einem auf Anhieb Dichternamen
und Buchtitel ein. Bei Flensburg ist das anders, oder?
Keineswegs stellt die Fördestadt einen weißen Fleck
auf der Landkarte der Literatur dar. Der Vortrag ist als
Streifzug durch die Literaturgeschichte angelegt und
wird darstellen, wie einzelne Orte, Ereignisse oder
Personen die schöpferische Fantasie angeregt haben,
wie sie in Novellen oder Romane, Gedichte oder
essayistische Betrachtungen eingegangen sind und
welches Bild sie von Flensburg vermitteln.
Jüdisches Leben und Antisemitismus in Schleswig-
Holstein
Dr. h.c. Gerhard Ulrich, Kiel
Das jüdische Leben in Schleswig-Holstein geht bis auf
das Ende des 16. Jahrhunderts zurück.Wie entfaltete
sich das jüdische Leben seitdem und mit welchen
Herausforderungen war und ist dieses konfrontiert?
Für welche aktuellen und zukünftigen Herausforderungen
müssen Lösungen gefunden werden und was
kann die Gesellschaft für ein sicheres und sichtbares
jüdisches Leben in Schleswig-Holstein leisten?
Zu diesen und weiteren Fragen berichtet Herr Dr. h.c.
Gerhard Ulrich aus seiner einjährigen Erfahrung als
Beauftragter für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus
des Landes Schleswig-Holstein.
Advents-und Weihnachtsbräuche, ihre Geschichte
und Bedeutung
Helge Adolphsen, Hamburg
Wir gehen auf eine Entdeckungsreise zum Adventsschmuck,
dem Adventsfasten, den Barbarazweigen,
zum Strohhalmlegen und zum Adventskranz… zum
Ursprung der Krippenspiele und des Tannenbaumes,
der Rauschgoldengel, der tieferen Bedeutung der Geschenke
und zu den biblischen Wurzeln des Christfestes.
Vortrag und Lesung von Gedichten durch Helge
Adolphsen. Lesung von Geschichten durch Dorothea
Kühn.
Medien – Gesellschaft – Debattenkultur
Stefan Richter, Glücksburg
Mit der Debattenkultur steht es nicht zum
Besten. Während sich im Internet Hass und
Verschwörungstheorien breitmachen, wächst in
der Gesellschaft die Sprachlosigkeit. Im Internet
wird kommuniziert wie noch nie, doch emotionale
Vereinsamung und soziale Isolation nehmen
zu. Dabei ist es gerade in Zeiten tiefgreifender
Veränderungen und Krisen wichtig, im Gespräch zu
bleiben. Politik, Gesellschaft und nicht zuletzt die
Medien sind gefordert.
Mathematik-Wettbewerbe – national und international
Prof. Dr. Uwe Leck, Flensburg
Mathematik polarisiert. Im Vortrag geht es nicht um
diejenigen, die „in Mathe immer schlecht waren“,
sondern um die gar nicht so wenigen, denen logisches Denken und mathematische Herausforderungen
Freude bereiten. Es werden Angebote für mathematisch interessierte und begabte Kinder und Jugendliche vorgestellt. Der Vortrag spannt einen Bogen von
nationalen und internationalen Wettbewerben bis hin
zu mathematischer Forschung. Unter anderem geht es
um die folgenden Fragen: Woher kommen die Aufgaben der Mathematik-Olympiade? Welche Auffassung
von Mathematik liegt ihnen zugrunde?
Schleswigsche Gespräche
Mehrtagesfahrt nach Helsingør und Kopenhagen
Frau Maack bietet im kommenden Sommerprogramm
die 2022 ausgefallene KulTour nach Dänemark erneut
an. Da der vorgesehene Termin sehr früh im Sommerhalbjahr
liegt, weisen wir jetzt schon auf diese Fahrt
hin. Entgegen der üblichen Anmeldezeiten für die
KulTouren wird ein Anmeldebogen für diese Fahrt bereits
im 2. Winterprogramm mitgeschickt werden.
Wir bitten, alle Interessenten, sich diesen Termin bereits
jetzt vorzumerken.
Fahrten zur Staatsoper Hamburg
In bewährter Kooperation mit dem Verein der Musikfreunde
Flensburg bieten wir den Mitgliedern der Deutschen
Kulturgesellschaft die Möglichkeit zum Besuch
der Hamburger Staatsoper
Ballett „Odyssee“ von John Neumeier
John Neumeier wendet sich in dieser Produktion einem
der bedeutendsten Stücke der Dichtkunst, Homers
Epos „Odyssee“ zu. Auf Einladung des Athener Opernund
Konzerthauses Megaron hat Neumeier sich 1995
mit diesem umfassenden Werk um den Helden Odysseus
und seiner abenteuerlichen Reise befasst. Seine
tänzerische Bühnenfassung sollte so nah wie möglich
an die Wurzeln des Epos heranreichen und die literarische
Vorlage gleichzeitig auf eine Ebene der Bewegung
übersetzen. Die Musik zu diesem Bühnenwerk
schrieb der griechische Komponist George Couroupos.
Zum 85. Geburtstag von John Neumeier kehrt dieses
monumentale Werk über Krieg, Heimatsuche, das Unterwegssein
und die Begegnung mit der Fremde zurück
ins Repertoire der Hamburger Staatsoper.
Ballett „Epilog“ von John Neumeier
John Neumeier nimmt nach erfolgreichen Jahrzehnten
Abschied von seiner Bühne und will mit diesem Epilog
sein umfangreiches Werk selbst zusammenfassen und
deuten. Mehr als der Titel des Abends ist nicht bekannt.
Geschichte von Sinti und Roma in SchleswigHolstein im 20. Jahrhundert – Neue Forschungsergebnisse und Perspektiven
Dr. Sebastian Lotto-Kusche, Flensburg
Der Vortrag leuchtet die wenigen bekannten Erkenntnisse über die Lebensverhältnisse von Sinti und Roma
vor 1933 in Schleswig-Holstein und insbesondere die
Verfolgung dieser Minderheit in der NS-Zeit in den
bekannten Grundzügen und anhand biografischer
Einzelbeispiele aus. Darüber hinaus werden neue
Forschungserkenntnisse über regionale Verfolgungspraktiken vorgestellt. Auch die Nachgeschichte der
Verfolgung, die weitgehend versagten Entschädigungen und die späte Aufarbeitung sind Themen des
Vortrags. Am Rande werden auch die besonderen
Herausforderungen für die regionale Erforschung
herausgearbeitet.“
Von Wegen! – Ochsenweg oder Hærvej –
ein Altweg in Schleswig
Dr. Bernd Zich, Flensburg
Die Geschichte des Altweges begann vor mehr als
3500 Jahren. Schon in der Bronzezeit (1700 – 500
v. Chr.) wurden immense Mengen metallischer Rohstoffe wohl auf einem etablierten Fernweg Richtung
Nordeuropa transportiert. Schriftliche Quellen des
Mittelalters berichten dann von Kriegszügen, die ihn
zum Heerweg machten, aber auch von Pilgerfahrten
aus Skandinavien zu den heiligen Stätten der Christenheit. In Schleswig-Holstein hinterließen die vom
– 19. Jh. aus Jütland stattfindenden Ochsentriften
einen namensprägenden Eindruck, während sich in
Dänemark die Bezeichnung „Hærvej“ etablierte.
Der Vortrag beleuchtet die vielschichtigen Aspekte
des Altweges und seine nördlich und südlich der
Grenze etablierte unterschiedliche Betrachtungsweise.
